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Definition und Verbreitung:
Die Malaria ist eine durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragene Infektion durch einzellige Parasiten, sog. Plasmodien, die nach dem Mückenstich zunächst die Leber befallen, sich dort vermehren und frühestens 7-8 Tage nach Stich im Blutkreislauf in die roten Blutkörperchen eindringen, die sie nach weiterer Vermehrung zum Platzen bringen, um weitere Zellen zu befallen. Es werden 4 Erregertypen und drei Krankheitsverläufe (Malaria tropica, M. tertiana, M. quartana) unterschieden, die je nach Region unterschiedlich repräsentiert sind.Hauptverbreitungsgebiet der gefährlichen M. tropica ist das tropische und dort hauptsächlich das westliche Afrika südlich der Sahara (vor allem Ghana, Elfenbeinküste, Senegal, Kenia, Tansania). Von den jährlich ca. 1.000 Malariaerkrankten kommen ca. 80 % aus diesem Gebiet, gefolgt von Südostasien (Burma, Kambodscha, Laos, Indien, Malaysia, Indonesien etc.).

Übertragungsweg:
Die nachtaktiven Anopheles-Mücken brüten in stehendem Süßwasser, besonders zahlreich sind sie in und nach der Regenzeit. Die Mücken sind  schlechte Flieger, sie halten sich vornehmlich an dunklen, windstillen Stellen nahe dem Boden auf. Gegrilltes Fleisch und Alkoholgeruch ziehen sie an. Dieses Verhalten hat Konsequenzen für die Prophylaxe (s.u.).

Krankheitsbild:
Dies ist abhängig vom Malariatyp, ggf. eingenommener Medikation und der Person. Allen gemeinsam ist eine Inkubationszeit von  mehr als 8 Tagen sowie ein unspezifische Symptomatik (Kopfschmerz, Reizhusten, Übelkeit, Durchfall, Fieber oder nur einige dieser Symptome , "Grippe ohne Schnupfen").
Fieber nach Tropenaufenthalt ist auch nach Wochen / Monaten stets Malaria-verdächtig.

Diagnosestellung und Behandlung:
Die Diagnose stellt eine Arzt anhand einer Blutuntersuchung. Die ist einfach und auch im Urlaubsland möglich. In einigen Fällen wird ein einfacher Schnelltest angewandt. Die Behandlung sollte die örtlichen Resistenzen berücksichtigen. Neben den auch zur Vorbeugung gängigen Medikamenten gibt es eine Reihe von nur zur Therapie vorgesehenen Medikamenten. In Deutschland erfolgt die in der Regel gut wirksame Therapie stationär.Ist ein Arzt binnen 24 Std. nicht erreichbar, kann ein Selbsttest (z. B. Malaquick, Optimal und andere) Hinweise für eine Malaria tropica geben. Bitte berücksichtigen Sie, dass - wie bei einem Zuckertest - ein Blutstropfen erforderlich ist und der Test eine Fehlerquote von 7-10 % hat. Er sollte Extremtouristen vorbehalten bleiben.

Vorbeugung:
Der Schutz vor Malaria umfasst zunächst einen konsequenten Mückenschutz ab 17 Uhr und nachts. Dies gewährleisten sog. Repellentien mit mindestens 30%igem DEET zum Auftragen auf die Haut (Wirkdauer 4 Std., bei 50%igem 8 Std.) und Pyrethroiden zum einmaligen Auftragen vor der Reise auf die Kleidung. Eine gelungen Kombination ist das Kombipräparat "No bite", das über eine internationale Apotheke oder auf Bestellung durch jede andere Apotheke aus Österreich importiert werden kann.In vielen Ländern sind pyrethroid-imprägnierte  Moskitonetze sowie DMP-haltige Moskitocoils, auch "espirales" genannt, die wie Räucherstäbchen abgebrannt werden erhältlich. Da die Anopheles-Mücken dämmerungs- und nachtaktiv sind, sollten Sie helle lange Hosen und Strümpfe mit Imprägnierung tragen. Sog. "Cross-ventilation", der Luftzug durch Stand- oder Deckenventilator, möglichst mit Windrichtung zum Fenster, wehrt die flugfaule Anopheles zusätzlich ab. Dies sollte auch für den abendlichen Treff auf der Terrasse gelten. Klimahotels mit kontinuierlichen Temperaturen unter 20 °C sind Anopheles-frei.
 

 

Kontakt:


Dr. med Stefan C. Leuner

Hausarzt - Internist

Hörder Kampweg 2

44269 Dortmund

 

Te.: 0231/464246

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e-mail:  kontakt@dr-leuner.de 

 

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